Deutscher Finanzpolitiker und Wegbereiter des Euro
Redner
Theo Waigel prägte wie kaum ein anderer die Finanz- und Währungspolitik Europas in einer historischen Umbruchphase. Als deutscher Bundesfinanzminister von 1989 bis 1998 in den Regierungen von Helmut Kohl gestaltete er die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion mit der DDR nach dem Fall der Berliner Mauer maßgeblich mit – und setzte damit zentrale Weichen für die deutsche Einheit.
Anschließend wurde Waigel zu einer Schlüsselfigur bei der Einführung des Euro und beim Stabilitäts- und Wachstumspakt der Europäischen Währungsunion. Der Name „Euro“ geht auf seinen Vorschlag beim Europäischen Rat 1995 zurück. Mit Nachdruck vertrat er das Prinzip strikter Haushaltsdisziplin und prägte die Maastricht-Kriterien, die bis heute die Grundlage der europäischen Finanzarchitektur bilden. Auch die Lehren aus der Euro- und Schuldenkrise analysiert er offen und differenziert.
Als promovierter Rechts- und Staatswissenschaftler, langjähriger Bundestagsabgeordneter und ehemaliger CSU-Vorsitzender ist Theo Waigel ein gefragter Experte für Fragen der europäischen Wirtschaftsordnung. In seinen Keynotes spricht er über die Zukunft des Euro, institutionelle Reformen der EU und die Herausforderungen globaler Umbrüche – mit der Erfahrung eines politischen Architekten, der europäische Geschichte aktiv mitgeschrieben hat.